| Einführungskurs in die Meditation / 6 Termine ab dem 24.September 2026.
Alle Interessierten sind herzlich willkommen – unabhängig davon, ob ihr bereits Erfahrung mit Buddhismus und Meditation habt oder einen Einblick in die Meditation gewinnen möchtet. Die Teilnahme ist auch online unter folgendem Link möglich
:https://zoom.us/j/5016213389?pwd=eDhBbXF2Q2Q4dU9oL0lkcDhydmJxQT09
Passwort: yRrC8j
Beginn: ab 24.09.2026, Donnerstag, jeweils 19:00 Uhr
Ort: Dhammazentrum Nyanaponika, Penzinger Straße 16/8, 1140 Wien
Teilnahme: freiwillige Spende
Einführung in die MeditationSammlung (Samatha) und Einsicht (Vipassanā)
6-teiliger Einführungskurs Donnerstag, 24. September bis Donnerstag, 29. Oktober 2026
Meditation ist ein Weg, den eigenen Geist kennenzulernen, ihn zu beruhigen und zunehmend klarer zu verstehen.In diesem sechsteiligen Einführungskurs werden zwei wichtige Bereiche der buddhistischen Meditation schrittweise vorgestellt und gemeinsam praktiziert:
- Samatha – Meditation der Sammlung und Beruhigung
- Vipassanā – Meditation der Einsicht und klaren Erkenntnis
Wir beginnen mit der Atemmeditation (Ānāpānasati) und lernen, die Aufmerksamkeit systematisch auf den Atem zu richten. Darauf aufbauend werden Sammlung, Achtsamkeit und schließlich die Grundlagen der Einsichtsmeditation erklärt und praktisch geübt.
Der Kurs richtet sich besonders an Menschen, die Meditation neu kennenlernen möchten, aber auch an Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die ihre bisherige Praxis vertiefen und besser verstehen möchten.
Aufbau jedes Abends:
Jeder Abend besteht aus:
- einer kurzen Einführung in das jeweilige Thema,
- einer angeleiteten Meditation,
- einer gemeinsamen Meditation in Stille,
- einer Reflexion über die Erfahrungen,
- Fragen und Antworten.
1. Donnerstag, 24. September 2026
Was ist Meditation? – Die Grundlagen des Weges
Thema:
Warum meditieren wir? Was bedeutet Meditation im Buddhismus?
Wir beginnen mit den grundlegenden Voraussetzungen für eine gute Meditationspraxis:
- Körperhaltung und innere Haltung
- Achtsamkeit und Gegenwärtigkeit
- Umgang mit Unruhe, Müdigkeit und Gedanken
- regelmäßige Übung im Alltag
- Unterschied zwischen Entspannung und Meditation
- Sammlung und Einsicht als zwei miteinander verbundene Aspekte des Weges
Praxis:
Erste Einführung in die Atemmeditation (Ānāpānasati).
Wir lernen, den natürlichen Atem wahrzunehmen, ohne ihn zu verändern oder zu kontrollieren.
Meditationsübung:
Achtsamkeit beim Ein- und Ausatmen.
2. Donnerstag, 1. Oktober 2026
Der Atem als Meditationsobjekt – Aufmerksamkeit sammeln
Thema:
Wie wird der Atem zum Meditationsobjekt?
Wir beschäftigen uns systematisch mit der Entwicklung von Samatha, der Sammlung und Beruhigung des Geistes.
Schritt für Schritt lernen wir:
- den Atem bewusst wahrzunehmen,
- die Aufmerksamkeit beim Atem zu halten,
- Abschweifen des Geistes zu erkennen,
- freundlich zum Meditationsobjekt zurückzukehren,
- den Geist allmählich zu beruhigen und zu sammeln.
Dabei geht es nicht darum, Gedanken mit Gewalt zu unterdrücken. Wir lernen vielmehr, immer wieder zur gegenwärtigen Erfahrung zurückzukehren.
Praxis:
Atemmeditation mit zunehmender Stabilität der Aufmerksamkeit.
Übung:
Einatmen – Ausatmen – Wahrnehmen – Abschweifen erkennen – zurückkehren.
3. Donnerstag, 8. Oktober 2026
Vertiefung der Sammlung – Stabilität und Ruhe
Thema:
Wie kann die Konzentration weiterentwickelt werden?
Im dritten Abend vertiefen wir die Atemmeditation.
Wir betrachten:
- kontinuierliche Aufmerksamkeit,
- die Verbindung von Achtsamkeit und Konzentration,
- Ruhe und Klarheit des Geistes,
- den Umgang mit störenden Gedanken,
- angenehme und unangenehme Empfindungen während der Meditation,
- Geduld und regelmäßige Übung.
Praxis:
Längere gemeinsame Meditation mit dem Atem als Hauptobjekt.
Wir üben, nicht ständig nach besonderen Erfahrungen zu suchen, sondern ruhig, aufmerksam und gleichmäßig beim Meditationsobjekt zu bleiben.
Damit ist die Grundlage für den Übergang von Samatha zu Vipassanā geschaffen.
4. Donnerstag, 15. Oktober 2026
Von Samatha zu Vipassanā – Achtsam beobachten
Thema:
Was ist Vipassanā?
Samatha entwickelt Ruhe und Sammlung. Vipassanā richtet die Aufmerksamkeit auf das unmittelbare Erleben und führt zur Einsicht in die Natur der körperlichen und geistigen Vorgänge.
Wir lernen, Erfahrungen nicht nur zu konzentrieren, sondern sie achtsam zu beobachten, wie sie tatsächlich entstehen und vergehen.
Wir betrachten:
- Körper und Körperempfindungen,
- Gefühle und Empfindungen,
- Gedanken und geistige Zustände,
- Entstehen und Vergehen,
- Annehmen ohne Festhalten,
- Beobachten ohne Ablehnen.
Praxis:
Wir beginnen mit dem Atem und erweitern die Aufmerksamkeit schrittweise auf die gegenwärtige Erfahrung.
Der Atem bleibt dabei ein wichtiger Anker.
5. Donnerstag, 22. Oktober 2026
Vipassanā – Körper, Gefühl und Geist beobachten
Thema:
Die vier Grundlagen der Achtsamkeit – Satipaṭṭhāna
Auf der Grundlage der buddhistischen Lehre lernen wir die systematische Beobachtung von:
Körper – Gefühl – Geist – Dhamma
Dabei üben wir, Erfahrungen einfach wahrzunehmen:
„Das ist da.“
Wir müssen eine Erfahrung nicht sofort verändern, beurteilen oder erklären.
Wir beobachten beispielsweise:
- angenehme und unangenehme Empfindungen,
- Gedanken und Erinnerungen,
- Freude und Unruhe,
- Anspannung und Entspannung,
- Entstehen, Verändern und Vergehen.
Praxis:
Achtsamkeitsmeditation mit offenem Gewahrsein.
Ziel ist nicht eine besondere Erfahrung, sondern eine zunehmend klare und direkte Wahrnehmung dessen, was im gegenwärtigen Moment geschieht.
6. Donnerstag, 29. Oktober 2026
Einsicht vertiefen – Vergänglichkeit, Loslassen und innerer Frieden
Thema:
Was kann durch die Meditationspraxis erkannt werden?
Zum Abschluss verbinden wir die Erfahrungen der vergangenen fünf Abende.
Wir betrachten zentrale Einsichten der buddhistischen Meditation:
- Anicca – Vergänglichkeit
- Dukkha – Unbefriedigtheit und Unzulänglichkeit
- Anattā – Nicht-Selbst
Wir untersuchen, wie Anhaften und Ablehnung entstehen und wie durch Achtsamkeit ein freierer Umgang mit Erfahrungen möglich wird.
Dabei wird deutlich:
Samatha gibt dem Geist Ruhe und Stabilität.
Vipassanā gibt dem Geist Klarheit und Einsicht.
Beide Aspekte können sich gegenseitig unterstützen.
Abschließende Praxis:
Eine längere Meditation, in der zunächst der Atem zur Sammlung verwendet wird und anschließend die Aufmerksamkeit für Körper, Gefühle und geistige Vorgänge geöffnet wird.
Ziel des sechsteiligen Kurses
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sollen nach diesen sechs Abenden:
- eine korrekte Meditationshaltung kennen,
- selbstständig mit der Atemmeditation beginnen können,
- die Grundlagen der Sammlung verstehen,
- Konzentration und Achtsamkeit unterscheiden können,
- den Übergang von Samatha zu Vipassanā verstehen,
- grundlegende Formen der Einsichtsmeditation praktisch kennenlernen,
- Schwierigkeiten in der Meditation besser erkennen und damit umgehen können,
- eine regelmäßige persönliche Meditationspraxis entwickeln.
Ein Weg der persönlichen ErfahrungMeditation ist nicht nur Wissen über Meditation.Wir hören nicht nur etwas über den Weg – wir gehen den Weg.Deshalb steht an jedem Abend die eigene Erfahrung im Mittelpunkt. Die Erklärungen dienen dazu, die Praxis richtig zu verstehen; die gemeinsame Meditation ermöglicht es, das Erklärte unmittelbar zu erfahren.„Achtsamkeit, Sammlung und Einsicht gehören zusammen.“Durch regelmäßige Übung kann der Geist ruhiger, aufmerksamer und klarer werden. Aus dieser Klarheit kann Verständnis entstehen – und aus Verständnis können sich heilsame Einstellungen und Handlungen entwickeln. Alle Interessierten sind herzlich willkommen. Mit MettaDhammazentrum Nyanaponika |