Mudita, sprich Moo-deé-tah bedeutet „Mitfreude“ und drückt neben Metta (Freude), Karuna (Mitgefühl) und Uppekha (Gleichmut) eines von vier Grundprinzipien zur Erlangung der Erleuchtung im Buddhismus aus. Mudita – Mitfreude ist eine lebenslange Übung zur Erlangung einer Haltung bzw. eines Zustandes, durch den Hoffnungslosigkeit, negative Verstimmung, Depression und persönliche Abwertung neutralisiert werden sollen. Genau das ist auch die Haltung, die neben Ausbildung und Weiterbildung im internationalen Kinderdorf Mudita vermittelt werden soll. Geistige Gelassenheit fördernde Aktivitäten als Basis für eine persönliche, weitere Entwicklung der dort beheimateten Kinder.

Das Projekt MUDITA – Internationales Kinderdorf (MIK), wurde von Bhante Seelawansa Thero, initiiert. Dr. Bhante Seelawansa Thero kommt aus Sri Lanka und ist buddhistischer Mönch. Er lebt seit über 30 Jahren in Österreich und ist unter anderem Lehrbeauftragter der katholisch-theologischen Fakultät der Universität Wien und der Liechtenstein Global Trust Akademie. Er ist der spirituelle Leiter der Theravadaschule, der staatlich anerkannten Österreichischen Buddhistischen Religionsgemeinschaft, und leitet das Dhamma Zentrum Nyanaponika in Wien.

Die Idee, ein Kinderdorf in Sri Lanka zu errichten, war seit vielen Jahren sein großer Wunsch. Die Flutkatastrophe am 26. Dezember 2004 und ihre katastrophalen Folgen waren schließlich Auslöser für die Verwirklichung dieses lang gehegten Vorhabens. Unter diesem Aspekt ist auch der Gedanke von „Kinder heilen Kinder“ gewachsen. Kinder aus unglücklichen Verhältnissen oder mit traumatischen Erlebnissen sollen in Gesellschaft von Gleichaltrigen die Möglichkeit haben, sich frei auszutauschen, zu lernen und sich Hilfestellung und neue Freude zu schenken. Mitgefühl und gegenseitige Achtung werden integrativ gelehrt und gelebt. Unterschiedliche Formen der Unterstützung und Entwicklungsmöglichkeiten sollen die geistige Gelassenheit fördern.